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Ziel 3 – grenzüberschreitende Kooperation
Handbuch 2007-2013
website: INTERACT

 

LAK

Glossar

 

Abkürzung volle Bezeichnung Erklärung
PB

Prüfbehörde

Eine von der Verwaltungsbehörde und der Bescheinigungsbehörde funktionell unabhängige, vom Mitgliedstaat für jedes operationelle Programm benannte nationale, regionale oder lokale Behörde oder Stelle, die mit der Prüfung des effektiven Funktionierens des Verwaltungs- und Kontrollsystems betraut ist.
Quelle: 2007-13 - Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 - Article 59

 

Prüfpfad

Ein Dokument, das sämtliche Phasen eines Programms im Rahmen der Gemeinschaftsinitiative INTERREG und, vor allem, gegenseitige Verantwortung aller AkteurInnen nachzeichnet. Qualitätskontrollen, um die Funktion des eingerichteten Systems regelmäßig zu überprüfen, werden dargestellt. Um als hinreichend zu gelten muss ein Prüfpfad es ermöglichen, bestätigte Rechnungen, die der EK gemeldet werden, gemeinsam mit Ausgabenbeschreibungen und dokumentarischen Belegen zu sammeln sowie die Zuteilung und den Transfer der Gemeinschaftsmittel und nationalen Beiträgen zu kontrollieren.
Quelle: Subsidy contract Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005

 

Begünstigte(r)

Ein Wirtschaftsbeteiligter oder eine Einrichtung bzw. ein Unternehmen des öffentlichen oder privaten Rechts, die mit der Einleitung oder der Einleitung und Durchführung der Vorhaben betraut sind. Bei den Beihilferegelungen gemäß Artikel 87 des Vertrags sind die Begünstigten die öffentlichen oder privaten Einrichtungen, die das einzelne Projekt durchführen und EmpfängerIn der öffentlichen Fördermittel sind.
Quelle: 2007-13 - Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 - Article 2

AF

Antragsformular

Eine standardisierte Dokumentvorlage für einen Projektantrag, die von der RK oder VB zur Verfügung gestellt wird.

 

Call for proposals -
(Ausschreibung zur Einreichung von Projektideen

Offizielle Aufforderung an potentielle ProjektträgerInnen zur Einreichung derer Projektideen und die Art und Weise dies zu tun, unbeachtet des Systems und der Prozedur dieser Aufforderung.
Quelle: Good Practice INTERREG III Project Evaluation and Selection Manual, INTERACT Point Tool Box, 2006

BB

Bescheinigungsbehörde

Eine vom Mitgliedstaat benannte nationale, regionale oder lokale Behörde oder Stelle, die die Ausgabenerklärungen und die Zahlungsanträge vor ihrer Übermittlung an die Kommission bescheinigt.
Quelle: 2007-13 - Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 - Article 59

ZMS

Zentrales Monitoringsystem

 

EK

Europäische Kommission

Das Umsetzungsorgan der Gemeinschaft, die Politiken initiiert und deren Umsetzung überwacht.
Quelle: INTERREG IIIA Programme WalesIreland, CIP pp.239 ff

EFRE

Europäischer Fonds für regionale Entwicklung

Der EFRE dient dem Ziel, die Ungleichgewichte zwischen den Regionen der Gemeinschaft zu verringern. Der 1975 geschaffene Fonds gewährt finanzielle Hilfen für die Entwicklung bedürftiger Regionen. Der EFRE ist von der finanziellen Ausstattung mit Abstand der größte Strukturfonds.
Quelle: DG Regional Policy - INFOREGIO Website - glossary der EU.

ETZ

Europäische Territoriale Zusammenarbeit, gemeint grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Im Rahmen des Ziels der Europäischen territorialen Zusammenarbeit wird eine Stärkung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit durch gemeinsame lokale und regionale Initiativen, der transnationalen Zusammenarbeit mit dem Ziel einer integrierten territorialen Entwicklung und der interregionalen Zusammenarbeit sowie des Erfahrungsaustauschs erreicht. Das Ziel „Europäische territoriale Zusammenarbeit“ basiert auf den Erfahrungen der früheren Gemeinschaftsinitiative INTERREG.
Quelle: http://ec.europa.eu/regional_policy/
policy/object/index_en.htm

EU27

Europäische Union 27

Alle 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union

FLC

First Level Control
(Prüfung ersten Grades)

Grundlegende Prüfung der von den beteiligten Regionen hinsichtlich Förderfähigkeit und Vorschriftsmäßigkeit der durch die Strukturfonds geförderten Aktivitäten. Die Prüfung der erbrachten Leistungen beinhaltet alle Ausgaben: Sie ist die Basis des gesamten Kontrollsystems und der Hauptgarant für die Durchführbarkeit der Ausgaben für die Europäische Kommission. Sie dient der Verifizierung der tatsächlichen Ausgaben und der physischen Übereinstimmung des Vorhabens mit den vorgesehenen Aktivitäten, der Richtigkeit und Förderfähigkeit der Ausgaben sowie der Einhaltung des Finanzplans.
Quelle: Subsidy contract Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005

 

Förderfähigkeit der Ausgaben

Gemeinschaftsregeln, die beachtet werden müssen, um eine angemessene Umsetzung der Strukturfonds zu garantieren. Die Eignung von Ausgaben hinsichtlich der Gemeinschaftsregeln ermöglicht es, diese für die Anrechnung der entsprechenden Strukturfonds in Betracht zu ziehen. Die Prüfung der Förderfähigkeit der Ausgaben wird primär im Rahmen der Kontrolle der erbrachten Leistungen durchgeführt.
Quelle: Subsidy contract Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005

 

Förderfähige Kosten/ Ausgaben

Ausgaben von PartnerInnen, welche in die Umsetzung eines Projekts eingebunden sind, die aus den im Fördervertrag zugeteilten Fördermitteln rückerstattet werden können. Projektausgaben die den in den Verordnungen dargestellten Kriterien und Durchführungsbestimmungen entsprechen. Dies sind die Ausgaben, die subventioniert werden.
Quelle: Good Practice INTERREG III Partnership Agreement Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005, INTERREG IIIA Programme WalesIreland, CIP pp.239 ff.

 

Indikator

Ein Indikator lässt sich definieren als Maß für ein zu erreichendes Ziel, eine eingesetzte Ressource oder eine erzielte Wirkung, für eine erfasste Qualität oder für eine Kontextvariable. Ein Indikator sollte eine Definition, einen Wert und eine Maßeinheit umfassen.
Quelle: The New Programming Period, 2007-2013: Methodological Working Papers – Draft Working Paper “Indicators for monitoring and evaluation: a practical guide”, 23 January 2006, p.5.

 

Wirkungsindikatoren

Wirkungsindikatoren beziehen sich auf die Auswirkungen des Programms über die unmittelbaren Effekte hinaus. Hier können zwei Arten von Auswirkungen unterschieden werden: Spezifische Auswirkungen sind die Effekte, die sich erst nach einer gewissen Zeit einstellen, aber dennoch in direkter Beziehung zu der durchgeführten Maßnahme und den direkt Begünstigten stehen. Bei den allgemeinen Auswirkungen handelt es sich um längerfristige Effekte, die einen größeren Teil der Bevölkerung betreffen.
Quelle: The New Programming Period, 2007-2013: Methodological Working Papers – Draft Working Paper “Indicators for monitoring and evaluation: a practical guide”, 23 January 2006, p.6.
 

Outputindikatoren

Outputindikatoren beziehen sich auf Tätigkeiten. Sie werden in physischen oder finanziellen Einheiten gemessen (Länge der gebauten Schienenwege, Zahl der finanziell unterstützten Firmen usw.).
Quelle: The New Programming Period, 2007-2013: Methodological Working Papers – Draft Working Paper “Indicators for monitoring and evaluation: a practical guide”, 23 January 2006, p.6.
 

Ergebnisindikatoren

Ergebnisindikatoren beziehen sich auf die direkten und unmittelbaren Effekte eines Programms für die direkt Begünstigten. Sie liefern Informationen über Veränderungen beispielsweise im Verhalten, in der Leistungsfähigkeit oder in der Leistung der Endbegünstigten. Diese Indikatoren können physischer (Verringerung der Fahrtzeiten, Zahl der erfolgreich Ausgebildeten, Zahl der Verkehrsunfälle usw.) oder finanzieller Art (Investitionen des Privatsektors, Verringerung der Transportkosten usw.) sein.
Quelle: The New Programming Period, 2007-2013: Methodological Working Papers – Draft Working Paper “Indicators for monitoring and evaluation: a practical guide”, 23 January 2006, p.6.
 

Fördervereinbarung

Rechtsakt, unterzeichnet von der Verwaltungsbehörde und dem/der Endbegünstigten, der beiderseitige Bindung hinsichtlich der Verwendung von EU-Kofinanzierung im Namen des Projekts festlegt. Diese Amtshandlung verpflichtet die Verwaltungsbehörde zur Auszahlung der programmierten EFRE-Mittel und den/die ProjektträgerIn zur Beachtung der nationalen und Gemeinschaftsregeln hinsichtlich öffentlicher Finanzierung sowie der Berücksichtigung der Regeln des Programms auf das bei der Übermittlung des Antrags hingewiesen wurde.
Quelle: Subsidy contract Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005
 

Zwischengeschaltete Stellen

Jede Einrichtung oder Stelle des öffentlichen oder privaten Rechts, die unter der Verantwortung einer Verwaltungsbehörde oder Bescheinigungsbehörde tätig ist oder die in deren Auftrag Aufgaben gegenüber den die Vorhaben durchführenden Begünstigten wahrnimmt. Die Stellen sind zumeist auf NUTS II Ebene eingerichtet. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind „Regionale Stellen“ oder „Regionale Koordinierungsstellen“.
Quelle: 2007-13 – Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 – Article 2
GTS

Gemeinsames Technischen Sekretariat

Die Rolle des GTS ist dem Programm vorgeschaltet und erstreckt sich auf das gesamte Programmgebiet. Es berät Endbegünstigte bei Förderansuchen bevor die Unterlagen an die Programmverantwortlichen übermittelt werden.
Quelle: Subsidy contract Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005
LP

Lead PartnerIn (federführende(r) PartnerIn), federführende(r) Begünstigte(r)

Der/die Lead PartnerIn trägt die finanzielle Verantwortung für das gesamte Vorhaben (alle PartnerInnen eingeschlossen) und ist zudem, wie im Fördervertrag vereinbart, für die ordnungsgemäße Berichterstattung über den Fortschritt des Vorhabens an das GTS verantwortlich.
Quelle: Communication from the Commission to the Member States of 7 May 2001 C(2001) 1188 final
LPP

Lead Partner Prinzip

Ein wichtiges Prinzip in Ziel 3 Programmen. Die Lead Partner-Organisation übernimmt die volle Verantwortung für die Übermittlung des Antrags sowie die Umsetzung des Gesamtprojekts im Falle der Fördergenehmigung. Die LP-Organisation ist daher für ordnungsgemäßes Management verantwortlich, stellt die Erbringung der Ergebnisse sicher und organisiert die erforderlichen Prüfungs- und Kontrollaktivitäten.
Quelle: Good Practice INTERREG III Application Pack Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2006
 

ProjektpartnerIn

Weitere Organisationen neben der LP-Organisation, die eine Partnerschaftserklärung unterzeichnet haben und in die Umsetzung des Vorhabens eingebunden sind.
Quelle: Good Practice INTERREG III Partnership Agreement Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005
 

Partnerschaftlichkeit

Das Prinzip der Partnerschaftlichkeit zeichnet die enge Zusammenarbeit der EK, der Mitgliedsstaaten und der auf Basis der Gemeinschaftsverordnungen eingebundenen Behörden, die deren von den Mitgliedsstaaten zugeteilten Aufgaben hinsichtlich Vorbereitung und Umsetzung der Programme durchführen.
Quelle: Subsidy contract Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005
VB

Verwaltungsbehörde

Eine von den Mitgliedstaaten benannte nationale, regionale oder lokale Behörde oder öffentliche oder private Stelle, die das operationelle Programm verwaltet.
Quelle: 2007-13 – Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 – Article 59
NUTS

Nomenclature des Unites Territoriales Statistiques

Die NUTS Gebiete sind sub-nationale statistische Gebiete innerhalb der EU.

OP

Operationelles Programm

Das von einem Mitgliedstaat vorgelegte und von der Kommission angenommene Dokument, in dem eine Entwicklungsstrategie mit einem kohärenten Bündel von Prioritäten dargelegt wird, zu deren Durchführung auf einen Fonds bzw. im Rahmen des Ziels „Konvergenz“ auf den Kohäsionsfonds und den EFRE zurückgegriffen wird.
Quelle: 2007-13 – Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 – Article 2
ZS

Zahlstelle

Eine oder mehrere von dem Mitgliedstaat benannte lokale, regionale oder nationale Behörde(n) oder Stelle(n), die beauftragt ist, bzw. sind, Auszahlungsanträge zu erstellen und einzureichen und Zahlungen der Kommission zu empfangen. Der Mitgliedstaat legt die Einzelheiten seiner Beziehung zur Zahlstelle sowie die Einzelheiten der Beziehung der Zahlstelle zur Kommission fest.
Quelle: Council Regulation (EC) No 1260/1999 of 21 June 1999, Article 9
 

Prioritätsachse

Eine der strategischen Prioritäten in einem operationellen Programm, die ein Bündel miteinander verbundener Vorhaben mit messbaren spezifischen Zielen umfaßt.
Quelle: 2007-13 – Council Regulation (EC) No 1083/2006 of 11 July 2006 laying down general provisions on the European Regional Development Fund, the European Social Fund and the Cohesion Fund and repealing Regulation (EC) No 1260/1999 – Article 2
 

Finanzbericht

Teil des Fortschrittsberichts. Lead PartnerInnen müssen am Ende jeder Berichtsperiode einen Fortschrittsbericht an das GTS übermitteln. Dieser enthält eine rückblickende Abrechnung der in der Berichtsperiode angefallenen Kosten.
Quelle: DG Regional Policy – INFOREGIO Website
 

Fortschrittsbericht

Besteht aus Aktivitätsbericht und Finanzbericht. Er dokumentiert den Fortschritt des Vorhabens und dient als Zahlungsanforderung. Lead PartnerInnen müssen am Ende jeder Berichtsperiode einen Fortschrittsbericht an das GTS übermitteln.
Quelle: DG Regional Policy – INFOREGIO Website
 

Subvertragnehmer

Dritte(r), der/die im Namen der PartnerInnen mit der Durchführung von Aufgaben beauftragt wird.
Quelle: Good Practice INTERREG III Partnership Agreement Handbook, INTERACT Point Tool Box, 2005
 

Fördervertrag

Vertrag zwischen der Verwaltungsbehörde und der Lead Partner-Organisation des Vorhabens. Er legt beiderseitige Rechte und Pflichten fest, den Umfang der Aktivitäten, Förderbedingungen, Anforderungen der Berichterstattung, Finanzprüfungen etc.
Quelle: DG Regional Policy – INFOREGIO Website – glossary
F&(T)E

Forschung(s)- und (Technologie-) Entwicklung

 

RK

Regionale Koordinierungsstelle

Jede Einrichtung oder Stelle des öffentlichen oder privaten Rechts, die unter der Verantwortung einer Verwaltungsbehörde oder Bescheinigungsbehörde tätig ist oder die in deren Auftrag Aufgaben gegenüber den die Vorhaben durchführenden Begünstigten wahrnimmt. Die Stellen sind zumeist auf NUTS II Ebene eingerichtet. Weitere gebräuchliche Bezeichnungen sind „Regionale Stelle“ oder Zwischengeschaltete Stelle.

KMU

Kleine und Mittlere Unternehmen

 

KPF

Kleinprojektefonds

 

SWOT

Stärken, Schwächen, Chancen, Risiken

(Strenghts, weaknesses, opportunities, threats)

Die SWOT-Analyse ist ein Werkzeug des strategischen Managements, wird aber auch für Evaluationen und Qualitätsentwicklung von Programmen eingesetzt. In dieser Methode werden sowohl innere Faktoren (Stärken und Schwächen) als auch externe Faktoren (Chancen und Gefahren) betrachtet.


Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/SWOT_analysis
(25.04.2007)

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