Sie sind hier: Home \ Programmgebiet Österreich-Slowakei: Die Region: Chancen und Risiken
Ziel 3 – grenzüberschreitende Kooperation
Handbuch 2007-2013
website: INTERACT

 

LAK

Die Region: Chancen und Risiken

 

  Chancen Risiken
Wirtschafts-
entwicklung, regionale Wettbewerbsfähigkeit
  • Hohes Wachstumspotential aufgrund guter Wirtschaftsentwicklung über dem EU-Durchschnitt
  • Potential, regionale Märkte auf das Nachbarland auszuweiten, was zum Wachstum der Märkte und neuer Nachfrage führt
  • Integrierte Produktion kann zu Kostenreduktion führen (Zusammenarbeit und grenzüberschreitende Produktionsketten), auf regionalem Niveau auch für Kleinstunternehmen
  • Netzwerken, Zusammenarbeit und Integration (Wirtschaft, Institutionen) ermöglichen ein Wachstum der Märkte und Qualitätsverbesserungen auch für KMU in der Grenzregion
  • Integration und Nutzung von Kostenreduktion und/ oder Nutzung des Know-hows der PartnerInnen führt zu erhöhter Wettbewerbsfähigkeit in Heim- und angrenzenden Märkten, was Absatzsteigerungen ermöglicht; das wiederum ermöglicht eine Steigerung Fertigkeiten und Fortschritte in der Wirtschaftsentwicklung, auch in kleinen Unternehmen
  • Internationalisierung von Innovationsergebnissen, F&E Aktivitäten
  • Rasche Umstrukturierung in wissensbasierte Wirtschaft mit Eigenschaften einer lernenden Grenzregion
  • Bildung einer größeren, besser integrierten und abwechslungsreichen Tourismusregion, die im internationalen Umfeld wettbewerbsfähiger sein wird
  • Entwicklung von auf Qualifizierung und Forschung basierender Produktion und Dienstleistung
  • Wachstumspotential der Region, wenn auch ungleich ausgeprägt (geringer in Österreich)
  • Gemeinsames Destinationsmanagement, basierend auf Wissensaustausch (Erfahrungen aus Österreich)
  • Große Unterschiede in Preisen, Einkommen, Löhnen und sozialer Absicherung mit negativen Auswirkungen für Unternehmen, KMU, bestimmte Branchen und ArbeitnehmerInnen
  • Wachsende Disparitäten in der Wirtschaftsentwicklung und Wettbewerbsfähigkeit innerhalb der Grenzregion
  • Hindernisse für einen effektiven Austausch von Wissen und Innovationen außerhalb der Wirtschaftszentren
  • Begrenzte Nachfrage und Aufnahme von Innovationen von KMU (v.a. auf slowakischer Seite)
  • Fehlen effizienter Unterstützungssysteme (Wirtschaftsförderung einschließlich Zugang zu Risikokapital) zur Förderung der Anwendung von Forschung und Entwicklung in den Betrieben
  • Wenig private Investitionen in F&E Aktivitäten (SK)
  • Geringe Zusammenarbeit von KMU und Forschungseinrichtungen und somit Verlust an globaler Wettbewerbsfähigkeit
  • Abnahme von ausländischen Direktinvestitionen (SK)
  • Globale Stagnation und Rückgang in Schlüsselsektoren mit beträchtlicher Auswirkung auf die betroffenen Regionen
Arbeitsmarkt-
entwicklung
  • Neue Bildungsangebote dank der hohen Dichte an Bildungsinfrastruktur
  • Systeme zur Vorhersage von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt in den Grenzregionen verhindern Ungleichheiten in größerem Ausmaß
  • Neue Plattformen für Gender Mainstreaming und Chancengleichheit zwischen Männern und Frauen befinden sich in Entwicklung
  • Druck auf das Lohnniveau, Ersatz lokaler Arbeitskraft durch ArbeitnehmerInnen aus dem Nachbarland, v.a. bei Arbeitsplätzen mit geringen Qualifizierungsansprüchen
  • Verlust dynamischer und hochqualifizierter Arbeitskräfte (brain drain) sowie unzureichendes Angebot in (technologischen) Sektoren mit hoher Produktivität
  • Alterung der Arbeitskräfte in Kombination mit negativen demografischen Entwicklungen
Umwelt – nachhaltige Entwicklung
  • F&E Aktivitäten und Erfahrung mit neuen Technologien und Qualifizierung (z.B. erneuerbare Energie, Produktionsprozesse)
  • Gemeinsames Management und Nutzung von Systemen im Umweltbereich mit Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung
  • Intensivierte Zusammenarbeit im Bereich des Hochwasserschutzes und Gefahrenmanagement
  • Grenzüberschreitender Pendlerverkehr, gesteigerter Personen- und Güterverkehr
  • Intensive touristische Nutzung ehemaliger Schutzgebiete, unangetasteter Landschaften und natürlicher Ressourcen
  • Ungleichheiten am Immobilienmarkt verursachen eine Ausbreitung von Wohngebieten in Schutzgebiete (Suburbanisierung)

 

Nach der geografischen Zuordnung Ihres Projekts sollten Sie sich nun Gedanken über dessen Eigenschaften und mögliche Ziele machen, die durch die Aktivitäten des Projekts erreicht werden sollten. Diese Überlegungen sind vor allem im Hinblick auf die Förderfähigkeit (was wird finanziert) Ihres Projekts wichtig. Das nächste Kapitel beschreibt die wichtigsten Prioritäten und Ziele des Programms Österreich-Slowakei.

|

Seitenanfang