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Ziel 3 – grenzüberschreitende Kooperation
Handbuch 2007-2013
website: INTERACT

 

LAK

Die Region: Chancen und Risiken

 

Chancen Risiken
Allgemeine Gegebenheiten (Demografie, Siedlungsstrukturen)
  • Starke Verbindungen zu benachbarten Regionen
  • Integration von Stadt und Land
  • Positiver demografischer Entwicklungstrend
  • Disparitäten in der Region (Land-Stadt, Generationen)
  • Natur und Landschaftsverbrauch aufgrund unkoordinierter Stadtentwicklung und Bebauung
  • Anhaltender natürlicher Bevölkerungsrückgang in einigen Gebieten
  • Bevölkerungsüberalterung in einigen Gebieten, besonders in peripheren ländlichen Gegenden
Sozioökonomische Entwicklung - Wirtschaftsleistung und Humanressourcen: Wirtschaftsstruktur und Entwicklung
  • (Rasche) Entwicklung von KMU, besonders in größeren Städten und urbanen Gebieten
  • Aufholen des tertiären Sektors in ländlichen Gebieten (z.B. Tourismus, Gesundheit, produktionsnahe Dienstleistungen)
  • Hohes Potential für Erholung, Wellness und Kulturtourismus
  • Nutzung der regionalen Ressourcen zur Erzeugung erneuerbarer Energie
  • Große regionale Unterschiede hinsichtlich der Wirtschaftsleistung
  • Wenig grenzüberschreitende Destinationsentwicklung sowie Entwicklung transnationaler Netzwerke für Produkte und Dienstleistungen
  • Großteils noch ausstehende Anpassung der Produkte und Dienstleistungen der Tourismusindustrie sowie der benötigten Infrastruktur an aktuellen Bedarf
Sozioökonomische Entwicklung - Wirtschaftsleistung und Humanressourcen:
Humanressourcen und Arbeitsmarkt
  • Steigendes Qualifikationsniveau
  • Sprachkenntnisse
  • Große Unterschiede in Einkommensniveau  und sozialen Standards
  • Fehlende Vorbereitung für grenzüberschreitenden Arbeitsmarktaustausch
  • Druck auf städtischen Arbeitsmarkt aufgrund der Immigration ausländischer und/oder unqualifizierter Arbeitskräfte mit indirekt negativen Auswirkungen auf Auspendlerregionen
  • Steigende Zahl von Arbeitslosen
Sozioökonomische Entwicklung - Wirtschaftsleistung und Humanressourcen:
Bildung, Forschung und Entwicklung
  • Wachstum der Kapazitäten an Universitäten
  • Bestehende Kooperationsstrukturen und Netzwerke
  • Innovationspotential in Industrie und im Dienstleistungssektor (z.B. Energie, Tourismus, Biotech, Medizin, Fahrzeuge, Landwirtschaft, Transport usw.)
  • Sinkendes Qualifikationsniveau, auch hinsichtlich der Kenntnisse der Partnersprachen
  • „Brain drain“ - Abwanderung von hochqualifizierten Arbeitskräften
Regionale Erreichbarkeit und nachhaltige Entwicklung: natürliches und soziales Umfeld
  • Integrierte Umweltschutzprojekte und gemeinsame Umweltplanung und -kooperation (z.B. Hochwasserschutz)
  • Erzeugung und Nutzung erneuerbarer Energie, umweltfreundliches Heizen und Energiesparmaßnahmen
  • Inwertsetzung natürlicher Ressourcen
  • Umwelttechnologien
  • Grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Bereich der Sozialdienstleistungen als Reaktion auf die begrenzten Budgets sowie der mangelnden Nachfrage und Angebote
  • Zunehmend negative Umweltauswirkungen (Lärm, Abgase) aufgrund des steigenden Verkehrsaufkommens
  • Schleppende Sanierung alter ökologischer Lasten
  • Zerstörung von Kulturlandschaft aufgrund der intensiven Landnutzung (Landwirtschaft, Suburbanisierung, Wohnbau…)
  • Steigendes Müllaufkommen
  • Langsam steigende Nutzung erneuerbarer Energiequellen trotz Fördermaßnahmen
  • Soziale Spannungen aufgrund der alternden Bevölkerung und/oder Migration
  • Segregation (Wohnen, Arbeit, Zugang zu Sozialleistungen usw.)
Regionale Erreichbarkeit und nachhaltige Entwicklung: Mobilität und Transportinfrastruktur
  • Verbesserungen des Transportsystems und der Infrastruktur
  • Koordinierung in der Planung
  • Zusammenarbeit und Koordinierung verschiedener Verkehrsträger (z.B. Logistikzentren)
  • Qualitätsrückgang im Bereich des öffentlichen Verkehrs und der Erreichbarkeit ländlicher Gebiete
  • Steigendes Verkehrsaufkommen
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit
  • Verbesserung und (Weiter)-entwicklung bestehender oder neuer Strukturen
  • Beteiligungsmodelle und -prozesse
  • Instabile Kooperationsstrukturen
  • Finanzielle Einschränkungen

Nach der geografischen Zuordnung Ihres Projekts sollten Sie sich nun Gedanken über dessen Eigenschaften und mögliche Ziele machen, die durch die Aktivitäten des Projekts erreicht werden sollten. Diese Überlegungen sind vor allem im Hinblick auf die Förderfähigkeit (was wird finanziert) Ihres Projekts wichtig. Das nächste Kapitel beschreibt die wichtigsten Prioritäten und Ziele des Programms Österreich-Tschechien.

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